Also, ich fang’ jetzt mal ganz am Anfang an: das Frühstück, denn – es muss einmal gesagt werden – das Frühstück ist fabelhaft und so ungefähr das Einzige das jeden Tag feststeht, denn es ist jedes Mal wieder eine Überraschung was der Tag bringt und ob und wie spät es uns eventuell gelingt beim nächsten Termin zu sein. Denn: glaubt es oder nicht: die Herren Kollegen haben sich ausgedacht, ausgerechnet eine Frau zum Navigator zu ernennen! Das, meine ich, sagt genug über die Navigationsfähigkeit meiner männlichen Kollegen und ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie wir völlig unorientiert durch diese große Stadt reisen und manchmal aus purer Verzweiflung ein Taxi nehmen. Übrigens, dieser weibliche Navigator war nicht ich, denn ich bin in dieser Hinsicht noch untalentierter als der Rest. Hut ab für meine Schicksalsgenossin, denn sie weiß sich sehr gut zurecht zu finden!
Aber schließ- und endlich doch noch Einiges tun können heute:
Ein tolles Kultur- und Literaturgeschäft besucht und unterschiedliche Lehrbücher verglichen und zu der Schlussfolgerung gekommen, dass wir doch unseren eigenen Reader revidieren wollen. Daraufhin eine spontane Brainstorm-Session bei einem Glas Pfefferminztee und einer Matcha Latte – kenn ich gar nicht! – aber schmeckte gut!
Im Verlauf des Nachmittags mit der ganzen Truppe einen inspirierenden Besuch gemacht bei einem befreundeten Berufskolleg und dort über eine weitere Zusammenarbeit bei dem Projekt internationales Praktikum gesprochen.
Zum Abendessen haben wir uns in zwei Gruppen geteilt: die eine Gruppe hat ein ausgezeichnetes Abendessen im Hotel des Instituts zu sich genommen (Spargel mit Lachs), während die andere Gruppe sich die Sparerips in irgendeinem anderen Restaurant reingezogen hat. Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass sich zwischen den beiden Gruppen ein Niveauunterschied bemerkbar macht, der sich nicht nur auf das Kulinäre beschränkt… ;P
Der Tag wurde abgeschlossen mit einem Trip zum Potsdamer Platz, „ein kleines Stück New York in Berlin“, wie einer der Kollegen von der Abteilung Retail es nannte.

Dort noch ein Abendtrunk und dann „ab in die Koje!“, jedenfalls galt das für einige von uns..

So, den zweiten Punkt meiner Wunschliste auch schon durchgestrichen. Und das schon in den frühen Morgenstunden! Auf dem Weg zu unserem ersten Praktikumsbesuch bin ich durch das Brandenburger Tor gegangen!
Eigentlich hatte ich keine Ahnung mehr, wie sie schmeckte: Berliner Weiße mit Schuss, aber ich muss zugeben es schmeckte einfach super! Angestoßen auf unsere Ankunft in Berlin nach einer langen, aber sehr geselligen Zugfahrt. Während der Reise: Ein wenig Vorbereitung auf die Praktikumsbesuche, quatschen, Karten spielen, lesen und Spiele auf dem Handy oder Tablet. Und ein Imbiss im kleinen Zugrestaurant (nennt man das so?). Beim Umstieg in Duisburg ein ärgerlicher Zwischenfall: Einer der Kollege konnte seine Börse mit Kreditkarten und dergleichen nicht wiederfinden, wahrscheinlich gestohlen. Beim Schaffner nachgefragt, aber der konnte nicht helfen. Man sollte als Erstes einmal die Rechnung blockieren. Gerade in dem Augenblick, als der Kollege das tun wollte, kam der Schaffner mit dem verlorenen Gegenstand. Er hatte es in einem Mülleimer gefunden. Alles war noch drin. Zum Glück!
En ik herinner me nog zo goed het Brandenburger Tor, omdat ik het zo schrijnend vond: zo’n prachtig monument, nutteloos, behalve dat het op een beklemmende manier de tragiek van het gedeelde Duitsland benadrukte. Ik zal dat nooit vergeten! – Je kon er niet door, alleen van een afstand naar kijken. En er stonden soldaten bij. Ik dacht nog: nooit, nóóit zullen we daar doorheen kunnen gaan. En ik had het zo graag gewild!
Morgen reise ich nach Berlin. Ich war schon einmal dort, im Jahre 1982, auf Klassenfahrt. Damals war ich 18 Jahre alt. Es gibt nur wenige Bilder aus der Zeit, aber umso mehr Erinnerungen. Eigentlich nur Bruchstücke von Erinnerungen: eine geteilte Stadt in einem geteilten Land, eine Art Babuschka, es machte damals einen gewaltigen Eindruck auf mich. Die Reise mit dem Bus über die Transitstrecke durch einen Teil der DDR nach Berlin. Wir – eine Gruppe westdeutscher Mädels, die einander schon vorher verrückt machten, wie spannend und gruselig es wohl nicht sein würde. Und in der Tat: Wir waren vollkommen platt: Es war als wenn wir durch ein Deutschland der fünfziger Jahre reisten: alles sah so altmodisch aus und in der Gewissheit dass wir uns in einem kommunistischen Land befanden, war alles ein kleines bisschen „creepy“.
Und ich erinnere mich noch so gut an das Brandenburger Tor, weil ich es so schrecklich fand: so ein schönes Monument, nutzlos, außer dass es auf beklemmende Weise der Tragik des geteilten Deutschlands Nachdruck verlieh. Das werde ich nie vergessen! – Man konnte nicht durch, man konnte es nur von einem Abstand ansehen. Und es standen Soldaten davor. Ich dachte noch: nie, nie werden wir dort durchgehen können. Und ich hätte es so gerne getan!