Regnerischer Mauerbesuch und komische Bierdeckel (D)

photogrid_1460799984199.jpgDer letzte Tag. Am Vormittag shoppen, beziehungsweise Sprachkurs.
Die Wettervoraussichten versprachen leider nichts Gutes, darum entschlossen wir uns die Radtour entlang der Mauer abzusagen. Super schade! Während des Mittagessens in einem Hamburgerladen überlegten wir wie wir denn jetzt den Nachmittag verbringen wollten. Wenn nicht mit dem Fahrrad, dann doch wenigstens zu Fuß der Mauer einen Besuch abstatten. Mit der S-Bahn zur Eastside Gallery, wo noch ein Stück der Mauer steht. Dieser Mauerrest war durch unterschiedliche Künstler bemalt worden. Inzwischen hatte es zu regnen angefangen, daher wurde daraus eine Wanderung mit Regenschirm.
Wir teilten uns dann wieder in unterschiedliche Gruppen, ein Teil ging zur Gedächtniskirche, der andere zu Starbucks.
Schließlich dann noch alle einzeln auf Patt gegangen. Während die jüngeren Herren sich zu Tode ärgerten über bikini berlin, wie sich später herausstellte, als wir uns darüber unterhielten („so’n Hals!“), fand ich es total super war aber gleichzeitig froh, dass ich nicht mehr Zeit hatte, denn dann wäre ich garantiert pleite nach Hause gegangen. Eindeutig eine Generations- und Geschlechtskluft!
Zu Abend haben wir mit der ganzen Rasselbande in der „Weissbierstube“ gegessen, eine ur-berlinerische Gaststätte. Klasse!
Als es dunkel wurde noch im Fernsehturm „Alexa“ gewesen, von woraus wir eine super schöne Aussicht hatten über das hellerleuchtete Berlin.

Allem Anschein nach ist das „junge Gemüse“ noch in eine oktoberfestartigen Kneipe gegangen mit viel Humptata und Bier in Ein-Liter-Gläsern, während die Anderen bei „Entweder oder“ noch Berliner Weiße mit oder ohne Schuss getrunken und die Geschichte des Namens unserer kleinen Kneipe recherchiert haben: In DDR-Zeiten war dieses Haus ein Ort, an dem politische Zusammenkünfte von Gegnern des bestehenden Regimes stattfanden. Ihr Credo war: „Entweder ihr ändert etwas oder..“. Nun, dieses „oder“ ist Realität geworden und der ganze Aufstand fand seinen Ursprung in eben dieser Gegend, in der sich unser Institut befindet.
Noch eine witzige Bemerkung von „Kale“ (der Eingeweihte weiß, wen ich meine), als er einen der tschechischen Bierdeckel zu lesen versuchte: „Ich dachte schon, ich verstehe nichts, aber es ist auch so“.
Ach ja, das passiert uns allen manchmal und ganz besonders nach so einer anstrengenden, aber umso schöneren Woche!
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